Schon wieder ist ein Monat vorbei, seit ich das letzte Mal einen Blogeintrag gemacht habe – ich werde nachlässig! Das liegt vielleicht auch daran,
dass momentan nichts Spektakuläres passiert (was mir aber gar nicht so unrecht ist..........).
Nick geht es erfreulich gut, er hat keine gesundheitlichen Probleme. Auch konditionell wird er immer besser. Montags kommt Melli zu Nick, sie macht meist Bodenarbeit mit ihm. Samstags und dienstags kommt Julia, sie reitet lieber, oft in der Bahn, aber auch im Gelände. An den übrigen Tagen bin ich bei Nick. Ich arbeite mit ihm nach dem Longenkurs oder gehe ins Gelände – die Arbeit auf d
em Platz liegt mir nicht so. Julia dagegen macht das wirklich gut, Nick macht richtige Fortschritte. Ich glaube, mit meinen Reitbeteiligungen habe ich (und Nick natürlich auch........) wirklich Glück!
Leider habe ich keine Fotos von der Longenarbeit. Nach dem Führen in Stellung habe ich inzwischen mit dem longieren begonnen. Ziel ist ja, dass das Pferd durch das anatomisch korrekte longieren lernt, den Rücken aufzuwölben, die Schultern anzuheben und mit der Hinterhand aktiv Last aufzunehmen, damit es den Reiter dauerhaft ohne Schaden für seinen Körper tragen kann. Mal sehen, vielleicht kann ich mal ein
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Fotografen engagieren *grins*.
Dass Nick inzwischen auch über eine ganz passable Kondition verfügt, wurde mir bei einem der letzten Ausritte bewusst. Ich war mit der Reitbeteiligung von Honeybee im Gelände. Dabei sind wir eine sehr lange Strecke galoppiert – so lange am Stück bin ich mit Nick noch nie galoppiert! Und als wir wieder in den Schritt durchpariert haben, hat Nick noch einen ganz frischen Eindruck gemacht, er hat nicht allzusehr geschnauft und kaum geschwitzt! Als ich Nick vor zwei Jahren kaufte, hatte er bereits nach ein paar Galoppsprüngen genug und wollte langsamer gehen........
Allerdings kann Nick auch ein Schlingel sein! Julia hat neulich geklagt, dass Nick mit ihr im Gelände erschrocken und dann durchgegangen sei. Ich denke, sie kann ihm noch nicht das Sicherheitsgefühl geben, das er von mir kennt. Außerdem testet Nick immer, wie gut der Mensch seine Führungsrolle wahrnimmt. Auch ich werde getestet, nicht nur die Reitbeteiligungen! Ich glaube nicht, dass dies irgendwie schlechte Absichten sind, er will nur wissen, ob er bei dem jeweiligen Menschen auch sicher ist. Und offensichtlich kann ich ihm diese Sicherheit wohl ganz gut geben, denn die „Mätzchen“ sind bei mir deutlich geringer, als bei Anderen. Ich kenne Nick ja auch sehr gut und merke, wie entspannt er geht oder wie ängstlich er sich umschaut – oder ob er gar den Versuch unternimmt, den Ausritt durch eine Kehrtwendung zu verkürzen.......... Und je nachdem reagiere ich dann, und das scheint dann immerhin so für Nick zu sein, dass er mich normalerweise als Boss betrachtet und sich meinen Anweisungen fügt.
Weil es heute so warm war, bin ich bereits am frühen Morgen ausgeritten und habe Nick am Nachmittag geduscht und Mähne und Schweif gewaschen. So frisch gebadet wollte ich dann Fotos von dem Buben machen. Schade nur, dass das Fell noch nicht ganz trocken war. Ich finde es toll, dass ich Nick ohne Halfter aufstellen kann ohne Angst haben zu müssen, dass er die Freiheit ausnutzt und mal eben auf eine der Koppeln entwischt. Sogar als Dschassim vorbei kam gab es „nur“ eine pferdige Begrüßung – und ein schönes Foto!
