Sonntag, 17. Mai 2009

Fotos der Gelassenheitsübungen mit Nick und Oros


























Eigentlich gibt es nichts Neues.........


Zur Zeit bin ich ein wenig nachlässig mit Nicklis Blog – aber all
zu viel Neues gibt es auch nicht zu erzählen. Nick geht es richtig gut, er hat keinerlei Anzeichen von Bauchschmerzen oder sonstigem Unwohlsein. Er genießt die Koppel mit seinem Partner Carrero, auf Ausritten ist er sehr umgänglich und auch die Reitbeteiligungen sind ganz zufrieden mit Nick.

Vor ein paar Wochen habe ich angefangen, nach Babettes Longenkurs mit Nick zu arbeiten. Ziel dieses Longenkurses ist es, die Pferde anatomisch korrekt zu longieren, damit sie lernen, den Rücken aufzuwölben, die Schultern anzuheben und mit der Hinterhand aktiv Last aufzunehmen. Ich bin momentan noch beim sogenannten „Führen in Stellung“. Dies wird vor dem eigentlichen longieren geübt, damit die Pferde eine Ahnung bekommen, was sie an der Longe machen sollen. Denn Hilfszügel sind tabu, es wird auch kein Gebiss benutzt, sondern nur der Kappzaum.

Nick macht die Sache bis jetzt ganz gut, aber ich sollte eigentlich ein wenig mehr daran üben. Vielleicht schaffe ich es auch, einmal Fotos vom Longenkurs zu machen...........

Am Sonntag haben wir in unserer Longierhalle einen besonderen Parcours aufgebaut: es ging um Gelassenheitsübungen. Anja hatte es freundlicherweise übernommen, diverse „schrecklichen“ Dinge aufzubauen. Es gab einen Flattervorhang, diverse Planen und Regenschirme, einen Rappelsack oder ein Stangen-L.

Eigentlich wollte ich Nick zunächst mal frei umher laufen lassen, damit er sich die ungewohnten Dinge in der Halle anschauen kann, aber er blieb wie angewurzelt stehen und schaute sich um. Also fing ich gleich mit Führübungen an und zeigte ihm die verschiedenen Hindernisse. Und dann wurde es ernst. Wir begannen mit der Folie. Aber das war für Nick nichts schlimmes. Er trat ohne zu zögern auf die blaue Folie, blieb auch darauf stehen. Und auch die Klarsichtfolie, die ich ihm zeigte und auf den Rücken legte, schreckte ihn nicht. Sogar als ich die Folie über seinen Kopf zog, machte er nur einen halben Tritt zurück, blieb aber sonst ruhig.

Anders sah es mit dem Flattervorhang aus. Den beäugte er ein wenig skeptisch. Anja nahm deshalb zuerst einige der Plastikbänder zur Seite, damit Nick durch den Vorhang blicken konnte. Auf diese Weise dauerte es nicht lange, bis Nick dann ohne Scheu mit tiefem Kopf auch durch den „geschlossenen“ Vorhang marschierte. Der Rappelsack war auch nicht wirklich fürchterlich, schon bald folgte er Anja, die mit dem rappelnden Sack vor uns her ging. Als ich später selbst den Rappelsack neben Nick herzog, zeigte er schon gar keine Scheu mehr, ich konnte das Ding auch auf Nicks Rücken legen, das machte ihm nun gar nichts mehr aus. Im Gegensatz zu den Regenschirmen! Die waren dann doch ziemlich schrecklich. Zwar blieb Nick bald einigermaßen ruhig stehen, so lange er Anja mit dem Schirm sehen konnte. Aber sobald sie hinter Nick herum ging und in seinem toten Winkel verschwand, wollte er sich umdrehen, um den gefährlichen Schirm im Blickfeld behalten zu können. Auch das plötzliche Aufspannen der Schirme war noch eine ziemlich fürchterliche Sache für Nick. Das werden wir noch weiter üben. Ganz gut klappte auch das Rückwärtsrichten durch das Stangen-L, das wir vorher noch nie geübt hatten.

Alles in allem war ich jedoch mit Nick sehr zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass er die Hindernisse so wenig schreckhaft meistern würde. Wir haben dann verabredet, dass wir solche Übungen nun öfters machen werden – und zwar nicht nur in der Halle sondern auch draußen, um „echte“ Situationen für die Pferde zu schaffen. Das Ziel ist, dass die Pferde ihren Besitzern so vertrauen, dass sie in schwierigen Situationen gelassen bleiben und vertrauensvoll den Anweisungen des Menschen folgen.

Im folgenden Blogbeitrag gibt es Fotos von den Gelassenheitsübungen mit Nick und mit Oros.