Sonntag, 25. Januar 2009

Foto-Impressionen

Zur Abwechslung nur ein paar Fotos aus den letzten Wochen. Vom Stall (inzwischen sogar mit Stroh in der Box.....) über die Koppel (bei entsprechendem Wetter auch im Winter) bis zur Longierhalle (freilaufen alleine oder mit Kumpel oder auch longieren ohne Hilfszügel):








Donnerstag, 22. Januar 2009

Was gibt es Neues?

Gestern kam ich in den Stall und wurde von der Kollegin folgendermaßen begrüßt: „Hallo, Du musst mal wieder Deinen Blog aktualisieren!“ Na, wo sie recht hat, hat sie recht *augenzwinker*

Also seit dem letzten Eintrag ist einiges passiert, aber um es gleich vorweg zu nehmen, Nick geht es prima.

Im Dezember hat Maddie die Reitbeteiligung an Nick aufgegeben. Es ist ihr nicht leicht gefallen, denn in den vergangenen Wochen hatte sie sich mit Nick schon gut angefreundet. Aber private Gründe zwangen sie, das reiten aufzugeben. Maddie, falls Du das hier lesen solltest: ich wünsche Dir auch auf diesem Weg nochmals alles Gute!

Dagegen kommt Mellie weiterhin einmal wöchentlich zu Nick. Sie macht überwiegend Bodenarbeit mit ihm, fängt jedoch auch an, ihn ab und zu zu reiten.

Außerdem war Alex über Weihnachten ein paar Tage zu Besuch und sie hat sich durch das ziemlich ungemütliche Wetter nicht abschrecken lassen und ist zweimal mit Nick ausgeritten. Beide Male hat sie die Hausstrecke gewählt (in unterschiedlicher Richtung .......) und war begeistert, wie brav Nick mit ihr unterwegs war.

Da Nick Probleme mit einer korrekten Vorwärts-/Abwärts-Dehnungshaltung hat, habe ich mich entschlossen, ihn von Tanja, meiner Bodenarbeitstrainerin, weiter ausbilden zu lassen. Zunächst haben wir ein Kompaktprogramm gestartet, da bekam Nick drei Mal in der Woche Trainingseinheiten.

Zunächst lernte er an der Hand, was Tanja von ihm wollte. Dann ging es an die Longe. Hier dauerte es ziemlich lange, bis er sich löste und der Rücken anfing zu schwingen. Von der einfachen Longe wechselte Tanja schnell zur Doppellonge, mit der sie bei Nick gute Erfolge erzielt. Zwischenzeitlich hat er durch das gezielte Arbeiten auch schon ganz gut Kondition aufgebaut.

Dies merke ich auch selbst, wenn ich ausreiten möchte. Zwar hatte ich in den letzten Wochen wenig Gelegenheit hierzu, aber hin und wieder klappt auch das. Allerdings gab es da auch schon mal Schwierigkeiten. So wollte ich z.B. während der Kälteperiode die wärmeren Sonnenstrahlen ausnutzen und eine gemütliche Runde über die schneebedeckten Wiesen reiten. Leider hat Nick nach einem vielversprechenden Beginn des Rittes beschlossen, sich vor allem und jedem aufzuregen. Das ging dann so weit, dass er sich einem Richtungswechsel entziehen wollte und mit mir diskutierte, einen anderen Weg zu nehmen. Er ging nur rückwärts ins Gebüsch, anstatt in die angegebene Richtung zu gehen. Ich war schon nahe daran, abzusteigen, als er dann doch nachgab.

Aber es dauerte nicht lange, er wollte sich ständig vor irgend etwas erschrecken, da rutschten ihm die Beine weg und wir lagen beide im Schnee. Es war uns beiden nichts passiert, aber Nick war nach wie vor „lustig“, deshalb führte ich ihn (er wollte noch immer nicht in die von mir gewünschte Richtung, aber ich blieb hart – und er lag noch einmal flach......). So lange er an der Hand mitging, musste er nun „arbeiten“, d.h. er musste weichen, schnell oder langsam, vorwärts oder rückwärts gehen, je nachdem, was ich von ihm verlangte. Diese Maßnahmen wirkten, bald ging er ziemlich ruhig und „normal“ neben mir her.

Ich bin dann unterwegs wieder aufgesessen, aber bald hat sich Nick wieder dermaßen aufgeregt, dass ich mich entschloss, den Ausritt zu beenden. Ich wollt nicht riskieren, dass er noch ein drittes Mal stürzt, deshalb habe ich ihn nach Hause geführt.

Am folgenden Tag konnte ich mich zwei Stallkolleginnen zu einem Ausritt anschließen. Und siehe da, mit anderen Pferden zusammen ist ausreiten gar kein Problem, da muss man sich auch nicht übermäßig aufregen. Die meiste Zeit ritten wir im Schritt, nur einmal wollten wir traben. Ich blieb mit Nick hinten. Doch plötzlich wurde aus dem Trab ein überaus flotter Galopp. Hoppla. Zunächst dachte ich, die beiden werden gleich wieder langsamer, aber dem war nicht so. Deshalb ließ ich Nick halt auch laufen – so einen flotten Galopp hatten wir bis dahin noch nicht gemacht, Nick kannte es eigentlich nur so, dass das Tempo auch im Galopp kontrolliert abläuft. Nun, es war dennoch ungefährlich, weil wir auf einem langen Weg bergauf unterwegs waren und vor allem Fanny keine allzu große Kondition aufweist. Im Gegensatz zu Nick, der hatte am Ende des Wegs noch nicht einmal geschwitzt – und das mit Winterfell.

Es wird Zeit, dass die Tage wieder länger werden, damit ich wieder häufiger ausreiten kann......